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Spätzeit (Ägypten) Artikel
Die ägyptische Spätzeit wird in dem allgemeinen in dem Übergang von der nubischen hin zur saitischen Herrschaft oder hin zur Eroberung des Landes durch die Perser angesiedelt. Die Ansicht der Ägyptologen schwankt zwischen der 25. Dynastie bis zur 27. Dynastie, da während aller dieser Herrscherdynastien das Land großen Veränderungen unterworfen war. In Anbetracht eines reibungslosen Übergangs wird hier ab der 26. Dynastie die Chronologie fortgeschrieben.
Buch-Tipp: Darius der Große, König der Perser Hochinteressant und spannend Hanns Kneifel gelingt es in diesem Roman ausgezeichnet, dem Leser eine der größten Hochkulturen der Antike anhand des Lebensweges von Darius nahezubringen. Angefangen von seiner blutigen Machtübernahme und den anschließenden Aufständen der Satrapien bis hin zur Schlacht von Marathon breitet der Autor ein üppiges... | |
Die assyrische Herrschaft unter Assurbanipal erreichte ihren Höhepunkt mit der Eroberung und Zerstörung von Theben mit all den dort beheimateten Heiligtümern der Ägypter. Doch nachdem Tode Assurbanipals erlosch die Macht der Assyrer ebenso schnell wie sie vorher erstarkte.
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Unter assyrischem Beistand konnte sich in Sais in dem Nildelta eine neue Dynastie etablieren. Ihr König Psammetich I., der von 664 bis 610 v. Chr. regierte, wurde vor allem als ägyptischer König von den Assyrern anerkannt, da er für Frieden unter den einzelnen Fürstentümern in dem Delta sorgen sollte. Ein Aussöhnung mit den thebanischen Priestern gelang ihm, indem er seine Tochter Nitokris als Göttliche Anbeterin des Amun adoptieren ließ.
Psammetich I. hob für seine Friedensmission ein großes Heer aus, das sich nicht ca. aus Ägyptern, sondern auch aus Söldnern aus dem ganzen Mittelmeerraum zusammensetzte. Darunter Griechen und auch Karier aus Kleinasien. Während seiner über fünfzigjährigen Regierungszeit konnte ganz Ägypten von der Öffnung nach außen partizipieren. Wirtschaft, Kultur und Kunst erlebten einen erneuten Aufschwung. Als das assyrische Reich in dem Niedergang befindlich war nutzte Psammetich I. dies 653 v. Chr. zur Wiederherstellung der ägyptischen Großmacht. Einen Angriff der später nachrückenden Babylonier konnte er glücklicherweise 627 v. Chr. abwehren.
Sein Sohn Necho II. war der erste Pharao der eine Seestreitmacht aufbaute. Da die Ägypter schon stets eine Abneigung gegen das Meer hatten, rekrutierte er die Besatzung in dem wesentlichen aus Ioniern. Er hatte auch die Idee zu einem schiffbaren Kanal zwischen dem Roten Meer und dem pelusischem Nilarm, den er anlegen ließ.
Apries, der Enkel des Necho II., regierte das Land neunzehn Jahre von 589 bis 570 v. Chr.. Er hatte dabei häufig mit innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Neben Grenzkämpfen, die er gegen die Nachbarvölker führen musste, kam es zu einer Garnisionsmeuterei in Oberägypten, die niedergeschlagen werden konnte. Doch nach der Rückkehr in das Nildelta brach dort ein gewaltiger Bürgerkrieg los, bei dem der General Amasis die Macht an sich reißen konnte und Apries aus dem Delta vertrieb. Als Amasis I. bstieg er den Thron. Apries versuchte drei Jahre später die Macht zurück zu erobern kam dabei aber ums Leben.
Unter Amasis I. öffnete sich das ägyptische Reich noch weiter nach außen. Die Stadt Naukratis , gegründet von griechischen Einwanderern aus Milet, bekommt einen besonderen Status als Freihandelszone.
Ein Jahr nach der Thronbesteigung des Psammetich III. 526 v. Chr. wurde die Bedrohung durch die Perser so groß, dass es zur Entscheidungsschlacht bei Pelusium kam. Psammetich I. unterlag mit seinen Truppen und wurde vom persischen König Kambyses II. gefangen genommen.
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Die persische Dynastie wird von Kambyses II. begründet. Nach der Eroberung Unterägypens zieht er mit seinem Heer weiter nach Westen. Dort verließ ihn sein Schlachtglück. Nach einer unbewiesenen Legende soll ihm in der Nähe der Oase Siwa sogar sein ganzes Heer abhanden gekommen sein. Kambyses II. regierte Ägypten von seiner persischen Hauptstadt Susa aus. Als Verwalter setzte er einen Satrapen ein.
522 v. Chr. übernahm nach seines Vaters Tod Darius I. den persischen Thron. Er, der als großer Erneuerer des persischen Großreichs gilt, interessierte sich deutlich mehr für das eroberte Ägypten. Unter seiner Regierung wurd auch der unter Necho II. begonnene Kanal 497 v. Chr. endlich fertiggestellt. Ägypten erlebte eine Zeit des Wohlstands. Doch als die Perser in der Schlacht bei Marathon in dem September 490 v. Chr. eine Niederlage gegen die Athener erlitten, erhoben sich die Ägypter gegen ihre Besatzer.
Xerxes I., der nach Darius I. Tod 486 v. Chr. neuer persischer Herrscher wurde, ernannte seinen Bruder Achämenes zu dem ägyptischen Satrapen. Dieser zerschlug 484 v. Chr. den Aufstand und herrschte mit großer Härte über das Land. Als während der persischen Thronwirren 465 v. Chr. Xerxes I. ermordet wurde, erhob sich unter Inaros von Heliopolis, einem Sohn des Psammetich III., und Amyrtaios von Sais, das ägyptische Volk erneut. Doch auch dieses mal konnten sich die Perser wiederum erfolgreich durchsetzen. Inaros wurde 454 v. Chr. nach der Zerschlagung des Aufstands hingerichtet.
Unter Artaxerxes I. herrschte in Ägypten relative Ruhe. Doch während der Herrschaft des nachfolgenden persischen Königs Darius II. flammten die Kämpfe, unterstützt durch griechische Söldnerheere, erneut auf. Ausgangsort war die Stadt Sais. Ägypten sagte sich nach seinem Tod 404 v. Chr. von Persien los. Artaxerxes II. wird zwar in Oberägypten noch zwei Jahre als ägyptischer Herrscher anerkannt, hatte aber eigentlich in dem Land keinerlei Bedeutung mehr.
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Der einzige König dieser Dynastie war wohl der Enkel des Aufständigen Amyrtaios von Sais mit dem gleichen Namen. Amyrtaios sagte sich 404 v. Chr. vom persischen Großreich los und regierte zunächst ca. in Unterägypten. In Oberägypten war er erst 400 v. Chr. anerkannt. Möglicherweise starb er 399 v. Chr. einen gewaltsamen Tod
Buch-Tipp: Frühe Hochkulturen (Theiss Illustrierte Weltgeschichte) Für das Studium unbedingt empfehlenswert Dieser Band aus der Reihe "Theiss Illustrierte Weltgeschichte" beschäftigt sich mit der Geschichte der Ägypter, Sumerer, Babylonier, Assyrer, Minoer, Phöniker und Perser. Der Band ist sehr anregend geschrieben und reich bebildert. Gemeinsam mit den Bänden "Frühe Völker Europas" und... |
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Nepherites I. kam möglicherweise durch die Ermordung des Amytrtaios an die Macht. Unter ihm wurde die Hauptstadt von Sais nach Mendes verlegt. Das Machtvakuum nach seinem Tod 393 v. Chr. dauerte ein Jahr an, bis ein unbekannter namens Hakor (auch Achoris genannt) als neuer König feststand. Er regierte vierzehn Jahre und ist durch seine Bautätigkeit gut belegt. desweiteren gelang ihm 389 v. Chr. der Abschluß eines Bündnisvertrags mit den Griechen gegen die Perser, die wieder versuchten nach Ägypten vorzudringen. Hakor konnte mit seinen starken See- und Landstreitkräften aber die ägyptischen Grenzen sichern.
Als Hakor 380 v. Chr. starb erhob sich Nektanebos I. von Sebennytos gegen dessen Sohn und riss die Macht an sich.
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Nektanebos I. ließ gegen die persische Bedrohung, die stets noch von Palästina ausging, in dem ganzen Nildelta starke Verteidigungsanlagen errichten. 373 v. Chr. gelang es den Persern aber in dem mendesischen Nilarm Fuß zu fassen. Ein weiteres Vordringen konnte durch die ägyptische Gegenoffensive, die einsetzende Nilflut und Streitigkeiten auf der persischen Führungsebene verhindert werden. Die Perser zogen sich wieder zurück.
Bestärkt durch die innenpolitischen Schwierigkeiten des Perserreichs, das durch den Satrapenaufstand in den westlichen Ländern geschwächt war, erklärte der Sohn des Nektanebos I., Djehor , den Persern sofort nach seiner Thronbesteigung 362 v. Chr. den Krieg. Er hoffte damit die Ländereien bis Syrien zurück erobern zu können. Doch bedingt durch die hohen Kosten, die sein Heer verursachte, hob er die Steuern extrem an. Dies machte ihn beim ägyptischen Volk unbeliebt.
Sein Sohn erhob den Enkel des Djehor 360 v. Chr. zu dessen Nachfolger als Djehor sich auf einem Feldzug befand. Nektanebos II. regierte als letzter ägyptisch stämmiger Pharao bis 343 v. Chr..
Das Perserreich hatte sich 350 v. Chr. unter Artaxerxes III. weitgehend von den inneren Querelen erholt und streckte wiederum seinen Arm nach Ägypten aus. Einen ersten Angriff wehrte Nektanebos II. noch ab, aber als 343 v. Chr. die Festung Pelusium in dem Nildelta fiel, blieb dem Pharao ca. die Flucht nach Süden. Weiteres ist über den Verbleib des Nektanebos II. nicht bekannt.
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Meine Vorgänger haben bereits alles in ihren Rezessionen aufgeführt was wichtig ist.
Ich möchte ca. noch hinzufügen, das die CD-ROM auch ohne Probleme auch Windows Vista läuft. |
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Die zweite persische Ära dauerte ca. von 343 bis 332 v. Chr.. Artaxerxes III. soll mit harter Hand geherrscht haben. Die große Zerstörungswelle die ihm zugeschrieben wird, mit der Zerstörung ganzer Städte und Tempelanlagen, sowie den Plünderungen ägyptischer Heiligtümer, hat so wohl nie stattgefunden. Auch die Tötung des Apis-Stiers ist geschichtlich nicht nachweisbar.
Artaxerxes III. wurde 338 v. Chr. vergiftet. Auch sein Nachfolger Arses erlag 336 v. Chr. einem Giftanschlag.
Darius III. musste sich 333 v. Chr. in der Schlacht bei Issos dem anrückenden griechischen Heer unter Alexander dem Großen geschlagen geben. Ägypten gelangte so 332 v. Chr. kampflos in die Hände der Griechen.
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